Folgende Methoden zur Behandlung biete ich in meiner Praxis an:

Welches Therapieangebot für Sie am geeignetsten ist, entscheiden wir gemeinsam nach einem Vorgespräch und einer ausführlichen Anamnese. Während für die Kopfschmerzen des Einen eine leichte Ernährungsumstellung schnell hilfreich sein kann, entstehen sie bei der Anderen vielleicht durch Blockaden an der Wirbelsäule oder einer chronischen Entzündung. Sorgfältig erstellen wir ein Behandlungskonzept, das zu Ihnen passt und Ihre Symptome an der Wurzel packt.

Cranio-Sacral-Therapie

Aus der Osteopathie entwickelte der Chirurg und Biochemiker John Upledger (1932-2012) die Cranio-Sacral-Therapie. Dem Namen nach arbeite ich bei dieser Methode mit den Strukturen zwischen dem Cranium (dem Schädel) und dem Sacrum (dem Kreuzbein). Dazu gehören der Schädel und das Kreuzbein an sich sowie die Wirbelsäule, die beides verbindet, aber auch die Hirn- und Rückenmarkshäute sowie das sich innerhalb dieser Häute bewegende Hirnwasser (Liquor). Die Behandlung erfolgt also direkt am Zentralen Nervensystem (ZNS), einem der wichtigsten und empfindlichsten Bausteine unseres Körpers. Sämtliche Vorgänge im Körper werden über das ZNS gesteuert, weshalb eine Behandlung direkt an diesem „Organ“ Wirkungen haben kann, die sich sehr umfassend und tief zeigen.

Weil dieses rhythmische System so empfindlich und empfindsam ist, können bereits kleinste Störungen wie Verspannungen, Verletzungen, Fehlhaltungen, Stress im Beruf, ungünstige Lebensweise sowie emotionale Anspannung den natürlichen physiologischen Liquorfluss beeinträchtigen und blockieren. Dies kann sich durch Wechselwirkung in sämtlichen Vorgängen, die durch das ZNS gesteuert werden, zeigen, Bindegewebe und Muskeln unter eine nicht normale Spannung bringen, was sich wiederum durch Schmerzen, seelische Verstimmung oder Antriebslosigkeit äußern kann.

In der Behandlung der Cranio-Mandibulären Dysfunktion (CMD), die sich u.a. durch nächtliches Zähneknirschen oder Zahnfehlstellungen äußern kann, spielt die Cranio-Sacral-Therapie eine wichtige Rolle, da ich nicht nur direkt am Kiefer arbeiten kann, sondern auch ein Bewusstsein für die Spannungszustände der umliegenden Gewebeteile habe und dort zu einer Lösung von Blockaden und abnormer Anspannung beitragen kann.

Mit sanften Zug- und Drucktechniken sowie leichten Druckimpulsen arbeite ich in einer Sitzung Cranio-Sacral-Therapie vom Fuß bis Kopf Verspannungen und Verklebungen aus Ihrem Körper, wodurch dieser angeregt wird, sich selbst zu regulieren. Die natürlichen Prozesse und Vorgänge im Stoffwechsel-, Hormon- und Atmungssystem können ausgeglichen und Beschwerden gelindert werden. Durch die eintretende Entspannung lösen sich Blockaden im Bewegungsapparat, Sie können sich wieder schmerzfreier und unbeschwerter bewegen.

„Studieren Sie den Rhythmus. Rhythmus trägt Leben…“ (Rudolf Steiner im Gespräch mit Rudolf Hauschka auf die Frage „Was ist Leben?“, Arnheim 1924)

Anthroposophische Medizin

Aus dem von Rudolf Steiner begründeten anthroposophischen Menschen- und Naturverständnis heraus entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts die anthroposophische Medizin. Sie gehört zu den abendländischen Therapiemethoden (anders als zum Beispiel die Traditionelle Chinesische Medizin) und geht von einer Wechselwirkung aller natürlichen Kräfte aus. In unterschiedlichen Ausprägungen und Formungen, so der Ansatz, finden sich im menschlichen Organismus alle Elemente aus der Natur wieder. Lebens- und Stoffwechselprozesse, physische Konstiution, sowie seelische und geistige Verfassung wirken im menschlichen Organismus als Ganzheit zusammen und nehmen Einfluss aufeinander. Konstitution und Disposition des Menschen sind damit für die Gesunderhaltung des Menschen von besonderer Bedeutung, weshalb eine genaue Anamnese des gesamten Menschen für eine Behandlung im anthroposophischen Sinne besonders wichtig ist. Es kann herausgearbeitet werden, an welcher Stelle der Organismus gestärkt werden muss.

Aspekte der Ernährung spielen in der anthroposophischen Medizin eine wichtige Rolle, denn sie unterstützt im Idealfall den Organismus bei seiner Gesunderhaltung. Bedeutsam ist hierbei nicht nur der Rhythmus der Natur und die Saisonalität und Qualität von Lebensmitteln, sondern auch die Art der Zubereitung und der ideale, auf die Tätigkeit von Organen und Stoffwechsel abgestimmte Zeitpunkt des Verzehrs. Vor allem in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, in der eine ständige Verfügbarkeit sämtlicher Nahrungsmittel gewährleistet ist, kann die anthroposophische Medizin heilsame Impulse geben.

Bei akuten Erkrankungen können individuell ausgewählte und verordnete Arzneimittel von anthroposophischen Herstellern schnelle Linderung verschaffen, in chronischen Fällen ist durch eine genaue Betrachtung der Lebensumstände eine langfristige Besserung der Symptomatik möglich. Wichtig ist mir hierbei, Ihre Selbstwirksamkeit zu stärken, Ihnen also Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen Sie sich und Ihrer Gesundheit selbst Gutes tun können. Hierfür arbeite ich neben den Ernährungshinweisen besonders gern mit den äußeren Anwendungen (Wickel, Einreibungen, Massagen), die die anthroposophische Medizin für uns bereithält.

Klassische Homöopathie

Die vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte Klassische Homöopathie ist die heute bekannteste und am weitesten verbreitete Methode der europäischen Naturheilkunde. Ihr Ziel ist es, die aus dem Gleichgewicht geratene Selbstheilungskraft des Körpers zu aktivieren und zu stärken, wenn sich der Organismus in einem akuten oder chronischen Krankheitszustand befindet. Voraussetzung dafür ist eine ausführliche homöopathische Anamnese, die etwa 2 Stunden in Anspruch nimmt. Wir versuchen dabei, allem auf den Grund zu gehen, was den Körper schwächt und erkranken lässt. Sämtliche akuten und chronischen Beschwerdebilder können homöopathisch begleitet und bearbeitet werden. Manchmal ist hierfür etwas Geduld erforderlich, besonders, wenn die Symptome schon lange bestehen.

Nach der Erstanamnese in meiner Praxis erfolgt eine Repertorisation (Mittelfindung) nach den Regeln der klassischen Homöopathie meinerseits. Nachdem Sie dieses für Sie verordnete Mittel eingenommen haben, werden wir 4-6 Wochen später eine Folgeanamnese durchführen, um den Behandlungsfortschritt zu betrachten. Dabei kann ein Wechsel des Mittels ebenfalls möglich werden wie die Verordnung einer anderen Dosis der Arznei. Es ist möglich, dass nach der ersten Einnahme des Mittels eine Erstverschlimmerung auftritt. Dies kann zwar zunächst unangenehm für Sie sein, ist aber ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper gut auf das Mittel reagiert und die aus dem Gleichgewicht geratene Lebenskraft langsam wieder ins Lot gebracht wird. Wenn während der homöopathischen Behandlung einer chronischen Krankheit akute Erkrankungen wie beispielsweise eine Grippe, Magenverstimmungen oder Schmerzen im Bewegungsapparat auftreten, können diese durch die Wahl eines Akutmittels in der passenden Potenz oder auch eine meiner anderen Therapiemethoden jederzeit berücksichtigt und behandelt werden.